Station 3b für die Schwerpunktbehandlung von Schizophrenie

Die offen geführte Station ist insbesondere für Patienten mit Schizophrenie konzipiert, bei denen keine akute Gefährdung für sich selbst oder andere Menschen besteht und die gegenüber psychotherapeutischen Interventionen aufgeschlossen sind. Der Schwerpunkt der Station liegt im Training alltagspraktischer Fertigkeiten – dazu werden insbesondere Einzel- und Gruppenpsychotherapeutische sowie Ergotherapeutische Verfahren eingesetzt. So werden beispielsweise von den Patienten Ausflüge geplant, soziale Interaktionen trainiert und die Eingliederung in das berufliche und soziale Netz wird unterstützt. Insgesamt stehen 11 Behandlungsplätze zur Verfügung.

Leistungsspektrum

Wir bieten ein multimodales Behandlungskonzept unter Einbeziehung verschiedener Berufsgruppen an. Dazu gehören:

  • Ausführliche psychiatrische und neurologische Diagnostik inklusive neuropsychologischer Diagnostik. Selbstverständlich wird ausgeschlossen, dass eine andere Erkrankung mit ähnlichen Beschwerden vorliegt.
  • Pharmakotherapie unter sorgfältiger Nutzen- und Risikoabwägung und nach partizipativem Entscheidungsprozess mit dem Patienten 
  • Psychotherapeutische Unterstützung in Einzel- und Gruppensitzungen. Es wird Unterstützung bei der Einordnung und im Umgang mit individuellen Krankheitssymptomen gegeben. Dazu werden evaluierte psychotherapeutische Interventionen angeboten. Hierzu gehört beispielsweise das Metakognitive Training (MKT), bei welchem realitätsverzerrende Denkweisen korrigiert werden sollen. Ebenso zum Konzept gehören die Psychotherapiegruppe „Umgang mit Stimmenhören“ sowie themenoffene Gruppen.
  • Psychotherapieprogramm (KVT) zur Behandlung schizophrenieformer Erkrankungen: 4 Gruppentherapien/Woche: Problemlösegruppe, Gedankengruppe (MKT - Metakognitives Training), soziales INteraktionstraining, Aktivitätengruppen + 1 Psychotherapeutisches Einzelgespräch/Woche   
  • Zusätzliche (ober-)ärztliche Visiten 
  • (Alltags-)unterstützende Gruppen mit unseren Pflegekräften, wie z.B. Koch-  und Backgruppe, sowie individuelle Bezugspflegegespräche.
  • Ergotherapie: klassisch und alltagspraktisch, zum Beispiel durch Hilfestellungen bei Bewerbungen sowie Gedächtnistraining  (14tägiges Außentraining: gemeinsam mit den Patienten geplante Ausflüge 13.00 - 16.00 Uhr)  .
  • Bewegungstherapie: Tischtennis, Gymnastik, Spaziergänge, Schwimmen sowie einmal wöchentlich Reittherapie für geeignete Patienten – sportliche Aktivität und die Interaktion mit dem Pferd können die Stimmung und den Krankheitsverlauf positiv beeinflussen.
  • Betreuung durch unseren Sozialdienst: Individuelle Beratung inklusive Hilfestellungen bei beruflichen und finanziellen Fragen sowie Wohnungsangelegenheiten. Gefördert wird die Wiedereingliederung in Kooperation mit anderen Trägern des Bezirks.
  • Angehörigenberatung: individuell und monatlich auch in einer regelmäßigen Angehörigengruppe. Zwei Mal pro Jahr werden am „Tag der Angehörigen“ darüber hinaus krankheitspezifische Themen präsentiert und diskutiert.
  • Förderung der Selbständigkeit und sozialen Kompetenz durch gemeinsame Aktivitäten wie beispielsweise ein gemeinsames Frühstück, zusammen kochen und Ausflüge.

Zum Ende des vollstationären Aufenthaltes fördern wir den fließenden Übergang in unsere Tagesklinik 1 für Allgemeinpsychiatrische Behandlung.

Außerdem haben ehemalige Patienten die Gelegenheit, sich zweimal pro Monat in entspannter Atmosphäre in unserem „Café Landhaus“ zu treffen.

Oberärztin: Dr. med.  Marina Kipnis  

Pflegerische Leitung:  H. Al-Hadrami 

Kontakt Station 3b für die Schwerpunktbehandlung von Schizophrenie

Bitte melden Sie sich telefonisch an.

Telefon: 030 5472 – 7836